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Futelgrafik

Uebersicht mit Joe Saenz Wolfhorse Outfitters

Wie jetzt schon zweimal vorher (siehe hier und hier), war ich auch 2011 wieder in New Mexico, um unter anderem eine 10-Tage-Reittour mit Joe Saenz von WolfHorse Outfitters durch die Gila Wilderness zu machen.

Im Vorfeld gab es allerdings  einige zunächst beunruhigende Nachrichten: Im Südwesten der USA und  damit unter anderem in New Mexico herrschte extreme Trockenheit, wodurch immer wieder Brände ausbrachen. Mal entstanden durch unbedacht  weggeworfene Zigaretten, mal durch Funkenschlag aufgrund eines  Gewehrschusses, mal durch nicht ordnungsgemäß gelöschte Lagerfeuer oder  auch einfach durch Blitzeinschlag. Eines dieser Feuer war z.B. das  sogenannte "Miller fire".

Karte Bereich des Miller Fire

 

Wie man auch schon auf dem Video sehen kann, war das Feuer an sich gar  nicht mal soooo schlimm. Vor allem das trockene Gras hatte sich  entzündet, was zwar viel Rauch erzeugte, aber nicht so heiß brannte,  dass auch sämtliche Bäume und Sträucher völlig ausbrannten und der Boden geradezu sterilisiert wurde. Allerdings hatte sich der Rauch derart in  den Canyons festgesetzt, dass der Forest Service sämtliche Trails der  Gegend sperrte und über zwei Monate alle Touren abgesagt werden mussten. Glücklicherweise wurden die Trails aber etwa zwei Wochen, bevor ich  meine Reittour machen wollte, wieder freigegeben und so konnten auch Joe und ich unsere Tour antreten. Und da zeigte sich dann, dass schon nach  wenigen Wochen selbst auf kahlgebrannten Stellen wieder kleine  Pflänzchen sprossen und zumindest die etwas höheren Bäume und Sträucher  gar nicht wirklich KAHLgebrannt waren.

gruene Baeume trotz Feuerneue gruene Pflaenzchen

Es galten zwar noch EXTREME Feuerwarnungen, so dass jegliches  Feuermachen grundsätzlich verboten war (keine Lagerfeuer, keine  Campingkocher ... gar nichts heul ), das sollte uns aber von unserer Reittour nicht abhalten. Wir sind  also wieder an den Gila Cliff Dwellings gestartet und wollten zunächst,  ähnlich wie bereits 2010, in Richtung der Nordseite der Wilderness. Da  wir uns dabei entlang der Westfork und damit genau am Rand des  ehemaligen “Miller fires” aufhielten, sahen wir zwar immer wieder  relativ junge Brandspuren, gerade in Flussnähe jedoch wuchs alles auch  weiterhin sehr üppig und in saftigem Grün. Aufgrund der anhaltenden  Trockenheit allerdings war der Wasserstand überall sehr niedrig und  einige Bachläufe, die ich noch durchaus gut wasserführend kannte, waren  nun völlig ausgetrocknet. So waren wir z.B. wie bereits in 2008, an den  sogenannten Potholes, einigen Wasserbecken von 2 - 5 m Tiefe, die durch  kleine Wasserrutschen miteinander verbunden sind. Hier gab es durchaus  noch Wasser, jedoch war auch hier der Wasserstand etwa 25 cm niedriger  als noch 3 Jahre zuvor, wodurch nun Steine sichtbar waren, die ich  vorher noch unter Wasser gesehen hatte, und die einzelnen kleineren  Wasserfälle weit weniger sprudelten, als ich das noch in Erinnerung  hatte.

Joe Saenz Wolfhorse Outfitters Potholes 2008Joe Saenz Wolfhorse Outfitters Potholes 2011

An einem anderen Tag waren wir nochmal an dem Lagerplatz, wo ich 2010  zum ersten Mal eine Maultierhirschkuh von ganz nah gesehen hatte. Damals noch üppig grün, wäre ich diesmal fast am Lagerplatz vorbeigeritten,  weil ich ihn kaum wiedererkannt habe - ok, wir sind auch von einer  anderen Seite gekommen. Aber eigentlich hatte ich damals gerade diesen  Lagerplatz sehr intensiv wahrgenommen, so dass ich nie geglaubt hätte, ihn bloss wegen Trockenheit nicht mehr wiederzuerkennen.

Joe Saenz Wolfhorse Outfitters Rawmeat 2010Joe Saenz Wolfhorse Outfitters Rawmeat 2011

Tja, und abgesehen von dieser Trockenheit wurde bereits an unserem  zweiten Tag auch deutlich, warum solch extreme Feuerwarnungen galten:  Wir waren ein kurzes Stück zu Fuss gegangen (das letzte Stück des Weges  zu den Potholes eignet sich einfach nicht für Pferde) und nun wieder auf dem Rückweg, da blieb Joe plötzlich stehen und rief "Oh sh...! erste RauchzeichenSmoke ... right over there!" (Oh Sch...! Rauch ...  da drüben!) und schon rannte er los. Bei den Pferden angekommen hatte er sich zwar wieder etwas beruhigt, jedoch war er weiterhin sichtlich  beunruhigt wegen des Feuers. Ich gestehe, wenn Joe es nicht gesagt  hätte, dann hätte ich dieses weisse Gebilde, welches sich so hübsch vom  strahlend blauen Himmel abhob, glattweg für eine normale Wolke gehalten. Aber Joe kennt sich in diesen Dingen nunmal glücklicherweise besser aus als ich.Rauch am naechsten Morgen 2 Den Rest des Nachmittags und Abends hat er deshalb auch ständig die  Rauchentwicklung beobachtet, zumal dieser Rauch ausgerechnet in der  Richtung auftauchte, in die wir eigentlich reiten wollten. Am nächsten  Morgen zeichnete es sich dann ab, dass es offensichtlich mindestens zwei Brandherde gab und Joe überlegte noch, genau dazwischen durchzureiten.  Wir härten auch offensichtlich Kettensägen (obwohl solch motorisierte  Geräte in der Wildnis eigentlich verboten sind) und kaum waren wir mit  dem Frühstück fertig, da kam auch ein Helikopter vorbei, der  offensichtlich das Feuer beobachtete und immer wieder hin und her flog.  Joe tat es zwar offensichtlich in der Seele weh, nun doch nicht die  geplante Tour machen zu können (er hatte sich echt gefreut, weil gerade  an die Nordseite der Wildnis kommt er relativ selten), aber da gerade  Grasfeuer schon mal schnell bei auflebendem Wind unerwartet  überspringen, hat er sich entschlossen, doch eine andere Route zu nehmen und sich lieber vom Feuer zu entfernen. - Als wir wieder zurück waren  von der Tour haben wir dann erfahren, dass das Feuer, welches wir  gesehen hatten, der sogenannte "Jack Complex" war und wir verflixt dicht dran waren.

Jackson Complex mit Lagerplatz und geplantem Trail

Diese Feuer und die anhaltende Trockenheit hatten für mich aber auch  gewisse Vorteile: Die Tiere nämlich hielten sich nun auch verstärkt an  den noch bestehenden Flussläufen auf, so dass ich gerade bei dieser  Reittour extrem viel Wild gesehen habe. So sah ich abgesehen von  Eichhörnchen, Streifenhörnchen, Hasen und ähnlichen Kleintieren auch  mehrfach Elk, selbstverständlich auch "Deer" (also Maultierhirsche, aber die sieht man auch ohne extreme Trockenheit ständig), Truthähne,  Schlangen (unter anderem auch eine Klapperschlange), Graureiher, "Black  Hawks" und haufenweise andere Vogelarten.

Wildlife

Gerade der Südwesten der Wildnis, also die Gegend, in die unsere Tour nun führte, ist sehr rauh und somit sowieso schon prädestiniert für  Bären. Aber im Normalfall sieht man die eigentlich gar nicht, weil sie - trotz all der Geschichten über "Unfälle" mit Bären - sich eigentlich  immer lieber verstecken oder fliehen, als sich Menschen zu nähern. Eines Tages jedoch zeigte mir Joe nicht nur durch Bären verursachte  Kratzspuren am Baum und relativ frischen Bärenkot, sondern auch frische  Bärenspuren.

Bear signs

Und da in dem einen Tatzenabdruck das Gras sich noch nicht wieder aufgerichtet hatte, war diese Spur maximal 5 Stunden alt.

Überhaupt sahen wir auf dem  Trail immer wieder Abdrücke von Bärentatzen und ich war erstaunt, wie  lange der Bär offensichtlich exakt auf dem Trail geblieben war. An einer sandigen Stelle sprach Joe dann nur noch recht leise, weil die Spur im  Sand nur noch maximal eine Stunde alt war. ... Und dann hörten wir es rascheln und sahen in maximal 50 Meter Entfernung unseren (ok, meinen)  ersten Bären in der Wildnis! Ein zimtfarbener Schwarzbär mit erstaunlich großem Kopf. Wir haben noch versucht, dem weglaufenden Bären zu folgen, um ihn noch besser sehen zu können, jedoch hat das nicht so wirklich  geklappt.

Nun hatte ich aber auch langsam  begriffen, was so die Anzeichen für die Anwesenheit von Bären sind, so  dass ich später sogar ganz eigenständig einen - diesmal schwarzen -  Schwarzbär ebenfalls in nicht mehr als 50 Meter Entfernung ausgemacht  habe. Der dritte Bär hätte sich schon fast auf mein Pferd gesetzt! Joe  meldete wieder deutliche Anzeichen von einem Bären, als er plötzlich  einen Baum sah, an dem sich zwei schwarze Tatzen baumabwärts bewegten.  Aber bevor er mir das noch sagen konnte, war der Bär auch schon runter  vom Baum und ich habe ihn selbst gesehen. Er war nämlich gerade mal 15 - 20 Meter weg von mir.

Bear

Ist gar nicht so einfach zu begreifen, dass dort tatsächlich ein Bär  ist, hinter ihm herzureiten, und auch noch passende Fotos zu machen smilie_girl_250 . Deshalb war der Bär bei dem Foto auch schon deutlich weiter entfernt.  Aber als er plötzlich hinter dem Baum hervorkam, da hatte ich fast das  Gefühl, ihn greifen zu können! Deshalb hier nochmal ein bisschen  vergrößert:

Baer

(und hier sogar noch ein bisschen größer nur ist das Bild leider nicht von mir heul )

Der vierte Bär war dann wieder eher 30  Meter entfernt, bevor er vor uns weglief und der fünfte Bär war sogar  etwa 100 Meter weg. Dafür stand er aber wunderschön an einem Berghang  und hat sich immer wieder nach uns umgedreht, blieb wieder stehen, ging  noch ein Stück ... Leider war die Entfernung zu groß, als dass ich hätte ein vernünftiges Bild machen können. Aber er sah toll aus, wie er so  glänzend braun (weil er war auch ein zimtfarbener Bär, sogar einer mit  einer Art weissem Kragen) in der Sonne stand!

So manch ein Wildtier ist dann  zwar nicht ganz so groß wie ein Bär, kommt dafür dann aber sogar noch näher! Eines Nachts wachte ich plötzlich aus wirklich tiefstem Schlaf  auf, weil Joe neben mir in die Hände klatschte und sonst wie versuchte,  möglichst viel Krach zu machen. Da steuerte nämlich gerade in maximal 3  Meter Entfernung ein Stinktier genau auf Joes Schlafsack zu. Dadurch,  dass Joe Radau gemacht hatte, hatte er es zwar vertrieben, bevor ich mir den Schlaf aus den Augen reiben, meine Brille nehmen und das Stinktier  selber sehen konnte, wir haben aber trotzdem herzhaft drüber lachen  können. Tja, und zwei Nächte später mache ich kurz vor dem Einschlafen  noch Witze über die vorherige Stinktierbegegnung, da wache ich mitten in der Nacht nun selber auf, weil die Blätter und abgefallenen  Rindenstücke der Sycamore-Bäume so raschelten, und sehe trotz fehlender  Brille in gerade mal 1 Meter Entfernung den weissen Rücken eines  Stinktiers, welches diesmal auf meinen Schlafsack zusteuerte. Also  diesmal ich Radau gemacht ... und Joe damit aufgeweckt. Er versucht  etwas nach dem Stinktier zu werfen, aber von trockenen Blättern (anderes Wurfmaterial konnte Joe auf die Schnelle leider nicht finden), ließ  sich das Stinktier nicht wirklich beeindrucken. Joe also raus aus dem  Schlafsack und sich einen Stock geschnappt. Das Problem bei so einem  Stinktier ist aber, dass es im Falle, dass es sich bedroht fühlt,  tatsächlich seinem Namen alle Ehre macht und ein fürchterlich stinkendes Sekret mehrere Meter weit spritzen kann. Das galt es auf jeden Fall zu  vermeiden!!! Vorsichtshalber sollte ich schon mal mit meinem ganzen  Krempel vom Stinktier möglichst wegrollen und die Folie, auf der ich  eigentlich lag, zur Deckung gegen dieses Sekret vor mich halten. Und was macht das Stinktier? Anstatt wegzulaufen versteckt es sich genau bei  meinen Schuhen, die ich gegen das Eindringen von Regen oder unliebsamen  Besuchern mit einem Beutel abgedeckt hatte. Und genau diesen Beutel  benutzte das Stinktier - übrigens ein hübsches kleines Jungtier von  weniger als einem halben Jahr - als Versteck vor dem Stock in Joes Hand. Selbst als Joe den Beutel wegschubste, rannte das Stinktier noch nicht  weg, allerdings drehte es uns nun tatsächlich sein Hinterteil zu und  hatte den Schwanz oben, so dass es jederzeit hätte lossprühen können.  Also versuchten wir es mit Licht. Meine Taschenlampe konnte ich leider  nicht finden, da ich ja vorher mit meinem Kram ein Stück gerollt war und nun alles völlig durcheinander war. Joes Taschenlampe wollte anfangs  aber auch nicht richtig sondern flackerte nur. Aber immerhin hat sich  das Stinktier trotzdem entschlossen, nun doch das Weite zu suchen ...  Mmmpf! Ich hätte doch meine Kamera schnappen sollen, auch wenn sie schön säuberlich in der Kameratasche verstaut war. Aber dieses Stinktier war  echt schön! Und wann kommt man schon mal soooo nah ran! ...

Aber ausser "Wildlife" hatte die Tour natürlich auch sonst mal wieder viel zu bieten: Angefangen von  Gebieten, wo man die "Überreste" des letzten Feuers noch sehen konnte,

Nach dem Brand

über üppig grüne und dicht bewachsene Abschnitte

Ueppig Gruen

bis hin zu wirklich "rough country".

Rough country

Wie man sieht, war die Gegend an sich ja schon wild und rauh genug, aber zusätzlich versperrten natürlich auch immer wieder die  unterschiedlichsten Hindernisse unseren Weg und Joe räumte alle, die wir nun beim besten Willen auch nicht umgehen konnten, unermüdlich  beiseite.

Joe macht den Weg frei

Dabei war er sogar so unermüdlich, dass er an den oben erwähnten  Potholes sogar ein grosses Stück Baum “aufräumte”, welches gar nicht  unseren Weg versperrte. Der Forest Service hatte dieses grosse Stück Baum offensichtlich weiter oben am Hang abgesägt, um den Trail begehbar  zu halten. Nun war dieses Baumstück aber den Hang runter gerutscht und  lag somit an einer Stelle, wo es bei der der nächsten Flut wohl eher  nicht weggeschwemmt werden würde und somit nach Joes ästhetischem  Verständnis von Wildnis einfach nicht hingehörte. Also musste es weg.

Joe und der dicke Baum

Tja, und unser wohl heftigster Tag war der vierte Tag unserer Reittour: Zunächst sind wir Turnbo Canyon  flussabwärts geritten. Ok, FLUSSabwärts stimmt natürlich nicht wirklich, schliesslich war auch dieser Wasserlauf aufgrund der herrschenden  Trockenheit komplett ausgetrocknet. Da dort aber normalerweise durchaus  Wasser fließt, war der Canyon auch an diesem Tag üppigst bewachsen. Der  Weg dort ist sowieso felsig, meist sehr schmal und überaus steil. Und  da, wie überall in der Wildnis, auch in diesem Canyon immer wieder Bäume umfallen, versperren diese Bäume nicht nur einfach so den Weg, wo sie  gerade umgefallen sind, gerade zu Zeiten von “flash floods” werden diese umgefallenen Bäume immer wieder mitgerissen und anderen Orts zu noch  schwieriger zu überwindenden Hindernissen aufgetürmt, welche nun auch  für uns so manch eine Herausforderung bereit hielten.

Kaum am Fusse von Turnbo Canyon  angekommen, ging es auch prompt Woodrow Canyon wieder bergauf. Diesen  Woodrow Canyon hatte Joe drei Jahre vorher zum letzten Mal besucht und  da war der Trail dort zwar nicht einfach, aber doch in Ordnung.  Offensichtlich war seitdem aber niemand mehr dort gewesen, schon gar  nicht ein Team vom Forest Service, um besagten Trail auch für Mensch und Pferd begehbar zu halten. Dieser Trail war dermassen zugewuchert, dass  ich Joe lieber habe vorausreiten lassen, ansonsten hätte ich bestimmt  den Überblick verloren, wo der Trail denn eigentlich lang geht.

Als wir dann allerdings auch das geschafft hatten, da öffnete sich der Blick und wir wurden mit einem  wunderschönen Panorama belohnt:

Panorama

Da Joe nun aber wusste, wie schwierig das nächste Wegstück ist, ließ er  mich die Aussicht genießen und ging schon mal “ein bisschen”  hangabwärts, um rumliegende Hindernisse aus dem Weg zu räumen, bevor wir zusammen mit den Pferden dort lang kamen. Für die Pferde war der Weg  als solcher auch schon anspruchsvoll genug, da er nicht nur sehr steil  ist (immerhin etwa 200 Höhenmeter auf einer Strecke von etwa 1,6 km),  sondern auch über sehr loses Geröll führt. über eine Stunde ist Joe  unterwegs gewesen und ständig hörte ich es rumpumpeln, da er alle paar  Meter wieder auf Bäume stieß, die schon allein aufgrund der Steilheit  des Hanges beim besten Willen nicht zu umrunden waren, sondern allesamt  von Hand aus dem Weg geräumt werden mussten. Und dabei stand die Sonne  auch noch genau auf diesem Hang, wo es, wie man auf den Bildern sehen  kann, leider nicht wirklich Schatten gab.big_schwitz

Joe Saenz Wolfhorse Outfitters Sycamore TrailJoe Saenz Wolfhorse Outfitters Sycamore Trail 2

Als Joe wieder zurückkam, sind wir dann also diesen steilen Abschnitt  des Sycamore Trails runter, wobei Joe in der Zeit, die er unterwegs war, gerade mal etwa die Hälfte des Trails hatte freiräumen können. ... Und  auf der unteren Hälfte des Hanges lagen nicht weniger Hindernisse im  Weg!!! big_schwitzbig_schwitzbig_schwitz

Aber selbst damit war es für diesen Tag noch nicht genug! Am Fusse des  steilen Abschnitts stieg Joe wieder auf sein Pferd - er war den ganzen  Weg zu Fuß gegangen und hatte die Pferde geführt, da zum einen das  Gelände so schwierig war, dass er diese Variante für sicherer hielt, zum anderen aber hätte er sonst ja auch sowieso alle paar Meter wieder  absteigen müssen, um all die Hindernisse aus dem Weg zu räumen - und er  glaubte schon, nun das letzte Hindernis für diesen Tag beseitigt zu  haben, da sahen wir prompt, dass auf dem nächsten Teilstück nicht nur  trotz allem auch wieder Hindernisse auftauchten, dieses nächste  Teilstück war wiederum extrem zugewachsen.

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Das linke Bild geht ja eigentlich noch.  Allerdings ist das auch aus meiner Augenhöhe fotografiert, während ich  auf einem Pferd sitze und also etwas von oben auf die vor mir  befindlichen Pferde gucke. Und was man diesem linken Bild NICHT ansieht, die Pferde biegen die Pflanzen gerade auseinander, damit sie dazwischen durch passen. Wenn man das Ganze mal halbwegs aus der Perspektive des  Pferdes betrachtet, dann sieht es so aus, wie auf dem rechten Bild. Da  habe ich die Kamera nämlich mal knapp über die Ohren meines Pferdes  gehalten.

Klar, gab es auch ein paar Stellen mit etwa mehr “Durchblick”. Aber auch hier: Hindernisse, Hindernisse, Hindernisse ...

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Nicht alle musste Joe wirklich aus dem Weg räumen. Die Pferde sind  durchaus in der Lage, über eine Menge dieser Baumstämme drüber zu  steigen. aber des öfteren musste halt auch Joe erst mal nach einem  möglichen Weg drumherum Ausschau halten. ... Und wir waren heilfroh, als wir zum einen endlich eine Wasserstelle erreichten (nachmittags gegen  16:00 Uhr, wobei Joe vor lauter Schufterei völlig vergessen hatte, eine  Mittagspause einzulegen, und somit seit dem Frühstück nichts als ab und  zu ein bisschen Wasser aus seiner Wasserflasche zu sich genommen hatte), diese Wasserstelle sogar angenehm kühles und frisches Wasser bot und  wir zum anderen auch nicht allzu viel später einen geeigneten Lagerplatz für die Nacht erreichten.

Zusammenstellung 4ter Tag nach Reittour

Ich gebe allerdings zu, dieser Tag war schon äusserst ungewöhnlich, was  die Menge an Hindernissen anbelangte. ... Aber dafür auch absolut  unvergesslich!!! ... Also, liebe Leser, nicht abschrecken lassen! Die  Gegend dort ist genial, die Pferde super trainiert und absolut  zuverlässig und im Endeffekt mögen es zwar so einige Herausforderungen  gewesen sein, die wir zu meistern hatten, aber ich würde wohl kaum hier  so begeistert davon schreiben, wenn wir nicht auch für alles eine Lösung gefunden hätten. Touristen, die am liebsten einfach nur irgendwo sitzen und sich rundum verwöhnen lassen, sind vielleicht ein wenig fehl am  Platze hier. Wer aber das Abenteuer liebt und auch schon mal mit etwas  weniger Luxus auskommt, der wird bei solch einer Tour durchaus auf seine Kosten kommen! ... Und zwischendurch gibt es auch immer wieder sehr  idyllische Plätze... und Momente

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Joe Saenz Wolfhorse Outfitters Sonnenstrahlen

Reittour mit Markierungen

 

webdesign B. Butzek

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